Vorschulkinder besuchen das Städel in Frankfurt

Am Montagmorgen ging es für 12 Vorschulkinder und ihre Erzieherinnen Sabine Klug und Marion Grimm ins Städelmuseum nach Frankfurt. Eigentlich am Ruhetag in der Museumswelt, hatte das Städel im Rahmen der Bildungswoche 2015, die von der Frankfurter Volksbank gefördert wird, für Schulklassen, Kita- und Hortgruppen geöffnet. Unter dem Motto "Städel ohne Grenzen - auf zu neuen Horizonten! 700 Jahre Kulturgeschichte" gab es für die kleinen und großen Besucher Workshops vor Originalen und kurze Bildbesprechungen vor diversen Kunstwerken.

Mit den Alten Meistern im Obergeschoss ging es los, erkannten die Vorschulkinder recht schnell die biblischen Themen der mittelalterlichen Bilder. Vor der Darstellung des Abendmahls hatten sie dann die Möglichkeit, selbst zu Papier und Buntstiften zu greifen und malten ihre ersten, eigenen Kunstwerke an diesem Vormittag. Weiter ging es hinunter ins erste Obergeschoss, zur Kunst der Moderne. Dort nahm Christian, ein Mitarbeiter des Museums, die Vorschulkinder in Empfang und begleitete sie zu den verschiedensten Kunstwerken. Nachdem er die Kinder anfangs behutsam auf die Kunstwerke eingestimmt hatte, erfanden sie dann selbst viele fantasievolle Geschichten zu den einzelnen Abbildungen und nahmen ihn mit zu vielen Bildern. Die Begeisterung beruhte auf Gegenseitigkeit.

Zuletzt ging es ins Untergeschoss in die Welt der Gegenwartskunst. Bei vielen ungewöhnlichen Abbildungen, Skulpturen und Installationen gingen die Zwölf immer begleitet von ihren Erzieherinnen auf Entdeckungstour. Schließlich gelangten sie zu einer Skulptur aus Schokolade, der nächsten Station, um selbst wieder Hand anzulegen. Dazu wurden Papier und Schokostifte verteilt. Eifrig wurde gemalt und nach Fertigstellung die Stifte aufgegessen. Auf dem Rückweg gab es einen letzten Halt bei der berühmten Sandmühle von Günther Uecker, einer Installation, die immer in Bewegung ist, "auch Nachts?". "Immer, und das schon seit 2011" war die Antwort einer jungen Museumsmitarbeiterin.

Nach zwei Stunden ging es mit Bus und Bahn wieder zurück nach Bremthal. Revue passieren hieß es und die Frage, was am besten war. Die unterschiedlichsten Antworten kamen zurück, ganz offensichtlich war für jeden etwas dabei. So gefielen Laura die Schokostifte und Erik die Sandmühle am besten.

© Kath.Eppstein 2015