Pfarrkirche St. Laurentius

Katholische Pfarrkirche, 1903 geweiht. Nachfolgerin der ab etwa 1600 im kurmainzischen Ostteil der Burg befindlichen Kapelle. Diese diente als Gotteshaus,nachdem in der Reformation die Talkirche an die evangelische Pfarrei übergegangen war. 1848 wurde die katholische Kapelle auf der Burg Pfarrkirche.

Neugotische dreischiffige Basilika mit Querhaus. Architekt Joseph Dormann, Wiesbaden. Im inneren barocke Plastik des heiligen Antonius von Padua und Taufstein von 1852, beide aus der Burgkirche. Neugotische bemalte Fenster, Skulpturen dreier nicht mehr vorhandener neugotischer Altäre und Orgel von 1890 mit Neu-Empire-Gehäuse (rekonstruiert) aus der Orgelwerkstatt Wilhelm Sauer, Frankfurt an der Oder, 1990 restauriert durch die Firma Vleugels in Hardheim.

Der Chor mit einem Dachreiter zeigt nach Osten, im Westturm befindet sich das Hauptportal. Ein Mittelschiff und die zwei Seitenschiffe werden von einem Querschiff gekreuzt.

Im südlichen Querschiff steht die Grabplatte des 1918 verstorbenen Eppsteiner Pfarrers Josef Fassel, der hier auch seine Ruhestätte fand. Er war der Pfarrer in der Zeit des Kirchenbaues.

Auf dem Fenster darüber sieht man den heiligen Laurentius, einmal mit Rost und heiliger Schrift, das andere Mal bei der Beschenkung der Armen.

Unser Kirchenpatron ist der Heilige Laurentius von Rom.

Er war Diakon und erlitt um 258 auf dem glühenden Rost den Märtyrertod. Er war der sowohl von der abendländischen als auch von der orientalischen Kirche am meisten verehrte Heilige unter den vielen frühchristlichen Märtyrern.
Dargestellt wird der Heilige, dessen Name "der mit Lorbeer Geschmückte" bedeutet, immer in der Amtstracht der Diakone mit einem rechteckigen Rost, seinem Marterwerkzeug.

Er gilt als Schutzpatron der Hirten und Herden und als Patron aller, die mit dem Feuer zu tun haben.

 

Kirchenführer Sankt Laurentius

 

 

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