Filialkirche St. Jakobus

1690 wird in Vockenhausen ein eigener Friedhof bezeugt. Er liegt auf dem Gelände der heutigen Jakobuskirche.

Im Jahre 1704 errichtet die Kirchengemeinde am Friedhof eine kleine Fachwerkkapelle.
1785 wird nach der Genehmigung durch das Generalvikariat die Kapelle abgerissen und anschließend eine neue Kirche aus Stein errichtet. Vielleicht war der Maurer Niklas Straser, der 1787 die Kanzel anbrachte, der Baumeister der Kirche.

1929 erfolgt die Erweiterung und Renovierung der Jakobuskirche, deren benachbarter Friedhof seit 1923 nicht mehr genutzt wird.
Die Kirche erhält einen großen Erweiterungsbau in Richtung Friedhof mit Hochchor, Sakristei und Gemeinderaum. Architekt ist der Kreisbaumeister Astheimer, der das Innere und weitgehend auch das Äußere im sachlich-funktionalen Stil der jungen modernen Architektur gestaltet.

In den 50igern werden Krieg-und Altersschäden beseitigt. Die zerstörten Fenster werden durch Neue ersetzt.

1981 wird nach langem Provisorium der neue Altar eingeweiht. Ergänzt wird er durch ein Bronzeambo und einen Bronzetabernakel. An die Rückwand des nur noch geringfügig erhöhten Chores kommt das Kreuz vom früheren Hochaltar.

Unser Kirchenpatron ist der Heilige Jakobus.

Nach biblischer Überlieferung war Jakobus der Sohn des Zebedäus und der Salome. Er arbeitete als Fischer mit seinem Bruder Johannes sowie mit Andreas und Simon Petrus zusammen. Mit seinem Bruder und Simon Petrus nahm er eine besondere Stellung im Kreis der Jünger ein.

Sein Grab wurde im Pilgerort Santiago de Compostela, der nach ihm benannt ist, gefunden und mit einer Kathedrale überbaut. Unter dem Namen Santiago wurde er zum Schutzpatron von Spanien.

Dargestellt wird er als Apostel als Wanderer mit Hut, Jakobsmuschel, Buch und einem Wanderstab mit Kalebasse (Trinkgefäß aus einer getrockneten kürbisartigen Pflanze).

© Kath.Eppstein 2015