Kirchweih und Erntedankfest in Ehlhalten - 4. Oktober 2020

Ehlhalten feierte zum ersten Mal seit Anfang März einen Sonntagsgottesdienst, zu dem die ganze Gemeinde eingeladen werden konnte. Dies war möglich, weil der Gottesdienst im Freien stattfand und nicht in der Kirche, wo aufgrund der Corona-Auflagen momentan nur fünfzehn Plätze zur Verfügung stehen. Der Ortsauschuss hatte die äußeren Rahmenbedingungen sehr genau nach den Abstands- und Hyhieneregeln vorbereitet. Schon früh am Morgen kamen dessen Mitglieder sowie eine Abordnung der Kerbegesellschaft und bereiteten den Platz vor.

So versammelten sich am Sonntag des Ehlhaltener Kirchweihfestes die Gemeindemitglieder bei windigem Herbstwetter auf dem Dorfplatz in Ehlhalten. Mit Pater Gaspar und den Messdienern zogen die Kerbeburschen- und Mädchen mit ihren Fahnen unter den Klängen der Ehlhaltener Blaskapelle ein. Pater Gaspar freute sich bei der Begrüßung, diesen festlichen Gottesdienst in freier Natur feiern zu können. In seiner Ansprache betonte er, wie wichtig die Gemeinschaft und das gemeinsame Tragen von Verantwortung sind. Dazu benutzte er eine kleine Geschichte, die von drei Familienmitgliedern handelte, die unterschiedlicher Meinung waren, wer das Recht hatte, auf dem einzig vorhandenen Esel zu reiten. Außerdem hob er hervor, dass das Feiern von Festen ein wichtiger Bestandteil des Glaubens ist. Im weiteren Verlauf beteiligte sich die Kerbegesellschaft beim Lesen der Fürbitten. Auch bei der Gabenprozession übernahm der Kerbevater die Eröffnung, indem er seinen Bembel mit Apfelwein vor dem Altar hinstellte und im Text das Lachen und Singen, die Gemeinschaft und die Treffen der Kerbegesellschaft vorbrachte. Andere Gemeindemitglieder brachten einen Korb mit Früchten, Brot und Wein und ein Frühstücksbrett als Kraftspender für die tägliche Sorge und Arbeit. Ein Buch und eine Kerze wurden für die Ruhe und Erholung sowie ein Spiel als Zeichen für die gute Gemeinschaft in der Familie vor den Altar gelegt. Wenn auch das Singen unterlassen bleiben musste, so begleitete das Spiel der Orgel und der Blaskapelle den Verlauf der Eucharistiefeier. Am Ende des Gottesdienstes dankte die Vorsitzende des Ortsausschusses allen Beteiligten für die Vorbereitung und Durchführung des Gottesdienstes. Sie nahm außerdem die Gelegenheit wahr, in diesem Rahmen Martina Smolorz für die jahrzehntelange Tätigkeit in der Kinder- und Jugendarbeit zu danken. Der Schwerpunkt von Martinas Arbeit in der Pfarrgemeinde wird sich künftig etwas verlagern und die Leitung des  Ausschusses Kinder, Jugend und Familien wird von nun an auf mehrere Schultern verteilt werden.  Als Dank für ihre unermüdliche Tätigkeit wurde Martina Smolorz ein Türkranz überreicht, dessen Blüten symbolisch für die verschiedenen Bereiche stehen, in denen sie im Rahmen der Kinder- und Jugendarbeit tätig war., wie z.B. Sternsingeraktion, Krippenspiele, Kinderfeste, Familientage, Kartoffelfeuer. Zum Abschluss des Gottesdienstes schallte das festliche Te Deum, das von der Blaskapelle gespielt wurde durch das Dattenbachtal. Unter den Klängen der Kerbehymne zogen die Mitglieder der Kerbegesellschaft aus.

Die zahlreiche erschienenen Gemeindemitglieder äußerten mehrfach, dass sie sich sehr gefreut hatten in einem größeren Rahmen sich treffen zu können.

© Kath.Eppstein 2019