Einkehrtag in Ehlhalten am 23. März 2018

Unter dem Motto: „Gott in meinem Leben“ versammelten sich 11Teilnehmer am Freitag vor Palmsonntag im Gemeindehaus um einen Tisch, der fast ganz ausgefüllt war mit Gartenerde.
Martina Smolorz begrüßte und führte zu dem Thema hin. Gottes Wort trifft uns mal gezielt in Gottesdiensten oder ganz unvermittelt in unserem Alltag. Wie nehmen wir es dann auf?
In einer kleinen Übung, in der Karten mit verschiedenen Bibelsprüchen gezogen wurden, konnten  dem alle nachspüren.
Der Hauptteil des Nachmittags behandelte das Gleichnis vom Sämann.
Lucia Kretschmer betrachtete mit den Teilnehmern den festgetretenen Weg, den sie auf das Erdreich legte und der die Samenkörner nicht aufnehmen kann. Ein großer, schwarzer Punkt sollte verdeutlichen, dass wir manchmal festgefahren sind in unserem Denken, fokussiert auf  ein negatives Erleben oder Empfinden, sodass wir das sehr viel Größere, Gute um uns herum nicht mehr sehen können.
Gisela Mohr erklärte an Hand von großen Steinen, die sie auf der Erde platzierte, wie die Saat zwar zischen den Steinen aufgeht, jedoch zu schnell wächst und schließlich verdorrt. Gleich einem Strohfeuer sind wir schnell begeistert, haben aber nicht das Durchhaltevermögen und die Konsequenz Gottes Wort auch umzusetzen in unserem Leben.
Bärbel Weil befreite sich vorsichtig von den mitgebrachte Dornen, die sie als Anschauung zum nächsten Teil, in der Mitte drapierte. Sie machte bewusst, dass das Gestrüpp der Schnelllebigkeit und Reizüberflutung, uns den klaren Blick auf das gute Wort nimmt. Dazu kommen die Verletzungen und Sticheleien der Dornen, der Worte und Taten, die gleichsam alles ersticken können.
Martina Smolorz fasste zusammen, dass all diese Widrigkeiten auch zu unserem Leben dazugehören, dass wir sie aber so einbinden müssen, dass sie nicht die Oberhand gewinnen.
Sie wies auf die letzte verbleibende Ecke auf dem Tisch hin. Die Saat fällt auch auf guten Boden und bringt reiche Frucht. Ein kleines Kressebeet, das unzählige Kräuter hervorgebracht hatte zeigte gleichsam die Früchte jedes Einzelnen. Jeder der Teilnehmenden  konnte sich ein solches Beet einsäen und mit nach Hause nehmen, damit es bis Ostern keimen und reifen kann.
Die Einheiten wurden durch Singen, Meditationen und die Gedanken der Teilnehmer umrahmt.
Zum Abschluss setzten sich alle zu einer kleinen Agape zusammen.
In fröhlicher Runde klang der rundum gelungene Nachmittag aus.

(Text: Martina Smolorz)

© Kath.Eppstein 2015