Kartoffelfeuer in Ehlhalten im September 2017

Auch bei dem 10. Kartoffelfeuer ist die Begeisterung an diesem rustikalen Erntefest ungebrochen.
Damals begann es ganz klein, als Idee zum neu gegründeten Ausschuss Kinder Jugend und Familien am 1. Oktober 2008. Mit den Kindern wuchs auch die Begeisterung und die Teilnehmer an diesem kleinen, feinen Erntefest. Zum 10. Fest bot der Ausschuss Kinder, Jugend und Familien das Kartoffelfeuer schon Anfang September an. Zunächst versammelten sich eine Gruppe von älteren und dann auch Kleinkindern an der Versorgungshütte. Einige Kinder wussten schon, dass in diesem Jahr die Apfelernte entfallen muss, weil der Baum an der Kirche, wie fast alle Bäume rund um Ehlhalten, kaum Äpfel tragen. Wie abhängig die spätere Ernte vom guten Klima und der Umwelt ist und dass es nicht selbstverständlich ist, dass immer genügend Essen bereit steht, arbeiteten sie im Gespräch heraus. Dann begannen einige der älteren Mädchen eifrig die mitgebrachten Äpfel zu schälen und klein zu schneiden für den allseits beliebten Applecrumble. Alle anderen Kinder packten die Kartoffeln in Alufolie bis ein großer Eimer randvoll war. Mit Freude ging es dann daran gelb leuchtende Wurfsäckchen mit bunten Federn zu basteln, die dann auch gleich zum Einsatz kamen und weit durch die Luft flogen.
Endlich war das von vier fleißigen Männern vorbereitete Feuer zur Glut heruntergebrannt, sodass die Kinder die Kartoffeln freudig hineinwerfen konnten. Bei einem kurzen Regenschauer stellten starke Helfer in Windeseile Pavillons auf, unter denen sich alle versammelten.
Während die Kartoffeln aus der Glut geholt wurden, stand schon Groß und Klein Schlange, um von der mitgebrachten Kartoffelsuppe zu kosten, bevor es an die dampfenden Kartoffeln, den lecker gewürzten Kräuterquark und die Würstchen ging. An langen spitz geschnitzten Stöcken hielten die Kinder die Würstchen in die immer noch heiße Glut. Als das erste von drei Blechen mit dem Applecrumble herbeigebracht wurde, standen schon alle Kinder bereit, ihn zu kosten. Bis zur einbrechenden Dunkelheit saßen noch Kinder und Jugendliche am Feuer und die Erwachsenen ins Gespräch vertieft an der Hütte. Auch nach so vielen Jahren waren dieses Mal etwa 60 zum Teil langzeitig treue aber auch ganz neue Gäste da.
Dank allen Helfern für das tolle Essen, das Feuer, die Unterstützung beim Basteln und alle Hilfe!

 
© Kath.Eppstein 2015