Vom Palmzweig bis zum Osterfeuer in Ehlhalten 2015

Die Osterwoche begann in Ehlhalten mit der Palmprozession.
Die Gemeinde traf sich dazu am Gemeindehaus, wo Pater Gaspar die Palmzweige segnete und das Evangelium vom Einzug Jesu in Jerusalem vorlas. Nach der Gemeindemesse trafen sich verschiedene Familien im Gemeindehaus zum Familientag. Bei einem Wortgottesdienst gestaltete Martina Smolorz gemeinsam mit den Kindern den Weg Jesu in Jerusalem, begleitet von Gesängen und Gesprächen. Alle Teilnehmer entzündeten zu ihren Gebeten kleine Lichter, die das gestaltete Bodenbild hell erleuchtete.
Nach dem Gottesdienst bastelten die Kinder kleine Osterkörbchen in Form von Hasen, die während des gemeinsamen Essens auf wundersame Weise mit kleinen Leckereien angefüllt wurden.
Am Karfreitag trafen sich Gemeindemitglieder zum Fastenessen im Gemeindehaus.
Ernst-Dieter Racky stimmte die Anwesenden ein, indem er die diesjährige Misereor-Fastenaktion anhand von Beispielen erläuterte. Nach dem Tischgebet konnten sich dann alle mit Pellkartoffeln, Kräuterquark und Eier stärken, die Irmgard Kugler und Regina Bendler vorbreitet hatten.
Am Ostervorabend trafen sich dann wieder die Familien am Gemeindehaus. Pünktlich um 20.04 Uhr ging die Sonne nach einem strahlenden Tag allmählich unter. Nach dem Stephan Racky alle begrüßt hatte, verteilte er an alle Kinder Holzspäne, die sie  in die Feuerschale legten und sie dann mit großen Streichhölzern anzündeten. Sehr schnell loderte ein kleines Feuer und wärmte an dem frostigen Abend die großen und kleinen Besucher in dem großen Kreis. Reihum lasen die Kinder von der Bedeutung des Osterfeuers. So erfuhren sie von dem  Brauch, dass vor der Osterliturgie in der dunklen Nacht, aus einem einzigen kleinen Licht ein großes Feuer entzündet und sich danach vielfach an alle Gläubigen verteilt, während der Priester mit der großen Osterkerze unter dem dreifachen Gesang „Lumen Christi - Licht Christi“ und dem Antwortgesang der Gemeinde mit dem „Deo Gratias – Dank sei Gott“ in die stockdunkle Kirche einzieht.
Diese liturgische Handlung macht deutlich, dass das Licht das durch die Auferstehung Jesu die dunkelste Nacht durchbricht, sich an alle Menschen verschenkt und ihnen Hoffnung geben kann für die Dunkelheiten des Lebens.  
Nachdem mit großen Scheiten das Feuer angeheizt worden war, sangen alle fröhlich das Halleluja in verteilten Rollen und verschiedenen Sprachen, wie z. B. in griechisch „doxa theou“ oder auch in russisch „chwali christa“ zu den Gitarrenklängen von Christopher Racky und Martina Smolorz.
In der Pause gab es heißen Glühwein und kleine Leckereien, die die Besucher mitgebracht hatten.
In Gesprächen wurde über die verschiedenen Osterbräuche sinniert, z. B. die Ostereier und die  Osterhasen u.ä., was zu lustigen Vermutungen und viel Fröhlichkeit führte. Zu den nächsten Liedern, durften sich alle Kinder ihre eigene Kerze an dem Feuer entzünden. Als der Vollmond den Platz hell beschien gingen die Familien, ihre Osterlichter vorsichtig mit der Hand schützend, nach Hause.
Andere erlebten den Brauch des Osterfeuers in der eindrucksvollen Osternachtfeier in St. Jakobus, Vockenhausen oder der Auferstehungsfeier in St. Margareta, Bremthal.

© Kath.Eppstein 2015