Fasching in Ehlhalten 2015

Am Fastnachtssamstag lud der Ortsausschuss St. Michael Ehlhalten zu einem närrischen Programm unter den Katzenbalken der Pfarrscheune ein. Viele helfenden Hände hatten den Saal des katholischen Gemeindehauses mit vielen schaukelnden Clowns, Girlanden und Masken in eine fröhliche Festivität verwandelt. Weit vor der Zeit füllte sich der Saal bereits mit bunt gekleideten Menschen aus Ehlhalten und anderen Kirchorten. Nachdem Martina Smolorz das närrische Treiben eingeleitet hatte, lud DJ Horst zum Singen und Schunkeln ein.
Das Programm eröffneten die Kommunionkinder, als Reporter, um einen Wackelkontakt eines guten alten Radios vorzuführen. Hier wackelten fünf Kanäle komplett durcheinander. Sie stellten Reportagen zur Pferdezucht, ein Fußballspiel, einen Boxkampf, die richtige Pflege des Kleinkindes und die Verwertung von Obst dar, die von den Kinder abwechselnd gelesen wurden. Dadurch entstand eine total verrückte Reportage aller fünf Bereiche, die die lustigsten Pointen brachten. Mit die meisten Lacher brachte die Reihenfolge des Fußballreporters und der Kleinkindpflegerin: „Da hat doch der Torwart tatsächlich..“ „... in sein Bettchen gemacht, was ja auch mal vorkommen kann.“ Danach präsentierten die Catwalksingers, Bärbel Weil und Martina Smolorz, die ihren Gesang mit Gitarren begleiteten, einige lustige Reime zu verschiedenen Vertretern der Ehlhaltner Kirchengemeinde, worauf die Gäste mit einem fröhlichen Fiderallala antworteten. Der „Hofhemer Küster“ alias Klaus Nies, weihte die Gäste in allerhand interne Geheimnisse des Küsterlebens ein, was mit reichlichen Lachsalven belohnt wurde.

Den 1. Teil des Abends beschloss „Mephisto aus Goethes Faust“, alias Erich Dambacher, der mit spitzfindigem Humor viele verschiedene Themen der Eppsteiner Politik und des Gemeindelebens aufs Korn nahm.
Nach einer großzügigen Pause konnten sich alle stärken mit den liebevoll vorbereiteten Häppchen und Leckereien und ihre Getränkevorräte auffüllen.
Den 2. Teil des Abends eröffnete das Gesangstrio: „Josef und Boys“, die stimmungsvolle Lieder sangen und mit dem Akkordeon durch Josef Ernst, der Teufelsgeige durch Ernst -Dieter Racky und dem Spaßmacher der Truppe Otto Benning begleiteten. Dieser Vortrag wurde mit kräftigem Applaus, mit begeisterten Pfiffen und einer Forderung nach einer Zugabe belohnt, die nach einer donnernden Rakete auch gewährt wurde. Der „Goldhochzeiter“ war ein weiterer Höhepunkt im Programm. Der neue Pastoralreferent Johannes Edelmann gab hier durch seine hervorragende Maskerade, und mit seinen Einblicken in ein 50 jähriges Eheleben, einen großartigen Einstand in Ehlhalten. Das närrische Programm beschloss die „Ehlhäller Kirchenmaus“, dargestellt durch Martina Smolorz, die aktuelle Themen aus der Gemeinde kritisch beleuchtete. So bat sie wegen der sinkenden Kirchenbesucherzahlen z. B. „St. Michael, du starker Held, rett unser Kirch, rett unser Welt“. Aber auch  politische Themen, wie den Blitzer, den sie sich für die Schloßbornerstraße wünscht und für den extra ein Reiterhof unterhalb des Borbig eingerichtet werden muss, damit man, wenn es schnell gehen muss, einfach ein Pferd davor stellen kann. Das unendliche Problem der Brummifahrer durch den engen Ort, bedachte sie mit dem gesungenen Hilferuf eines Brummifahrers an sein Navi: „Das ist Wahnsinn, warum schickst du mich nach Ehlhalten...?“

Die fleißigen Helfer, ohne die ein so gelungener Abend nicht möglich wäre, wurden wie alle Darsteller mit selbstgemachten Herzorden, speziell zum Valentinstag, bedacht. Es wurde noch bis tief in die Nacht hinein gesungen und gelacht unterm Katzenbalken, bis auch der letzte närrische Besucher den Heimweg fand.

© Kath.Eppstein 2015