Besuch des Bischofs in Ehlhalten am 06. September 2013

Im Rahmen der diesjährigen Bischofsvisitation zelebrierte der Bischof Franz-Peter Tebartz van Elst ein Pontifikalamt in Niederjosbach und besuchte die Kirchorte der Pfarrei Eppstein. Da er es aus zeitlichen Gründen nicht schaffte nach Ehlhalten zu kommen, wurde ein separater Termin vereinbart, der eine Abendmesse beinhalten sollte.

So kam es, dass Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz- van Elst am Freitag, den 6. September 2013  um 19.30 Uhr ein feierliches Pontifikalamt in Ehlhalten mit ortsansässigen Gemeindemitgliedern und Gästen aus den anderen Kirchorten feierte.Pater Gaspar begrüßte den Limburger Bischof mit der Feststellung, dass aus den Geschichtsbüchern nicht nachzuvollziehen sei, wann zuletzt ein Bischof in Ehlhalten Gottesdienst gefeiert habe. In Gesprächen und durch Recherchen kam später zutage, dass es über 40 Jahre her ist, seit zuletzt Bischof Kempf eine Firmung in der Ehlhaltner St. Michaelskirche gefeiert hatte. So wurde dieser Abend zu einem geschichtsträchtigen Ereignis für Ehlhalten.

Die Ortsausschussvorsitzende Martina Smolorz richtete ihre Begrüßung nach dem Thema aus, das für den Bischofsbesuch ausgesucht worden war und die Ehlhaltner Lebensart skizzieren sollte: „Geerdet sein in Gott“.

Mit ihrer Stellvertreterin Bärbel Weil überreichten sie die Festschrift der 250 Jahrfeier, in der die Geschichte der Kirche St. Michael beschrieben wird und die der 275 Jahrfeier, die die bunten Gruppen und Ausschüsse des Gemeindelebens in Ehlhalten zeigen. Ergänzend zu der Begrüßungsrede stellten mehrere Kinder das Lied dar: „Eine Handvoll Erde“, indem sie Gegenstände brachten und vor den Altar stellten, wie eine Schale mit Erde, bunte Tücher, einen Globus, Pflanzen und Blumen. Dazu unterstrichen sie mit Gesten und Instrumenten den Inhalt des Liedes, das auf die Vielfalt und kreativen Gestaltungsmöglichkeiten der Schöpfung und der des Lebens hinweist. Der Bischof bedankte sich und machte in seiner Predigt deutlich, dass die Erdung in Gott wichtiger und wesentlicher Bestandteil des Glaubens und der Wahrhaftigkeit darstellen. Diese Erdung könne den Gläubigen hilfreich sein, schwere Zeiten, Kreuz und Leid zu ertragen. . Die Musikgruppe gestaltete den Gottesdienst mit neuem geistlichen Liedgut, die Schola und die  Organistin Frau Hiltrud Wendel mit traditionellen Liedern. Jeweils ein Vertreter des PGR, der Ausschüsse und Gruppen, wobei auch ein Firmling und ein Kommunionkind nicht fehlten, brachten eine Fürbitte vor. Am Ende des Gottesdienstes betonte der Limburger Bischof, er habe in Ehlhalten eine freudige und lebendige Gemeinde erlebt, die Mut und Hoffnung machten für die Zukunft.

Nach dem Pontifikalamt konnten sich alle Gottesdienstbesucher an den reichhaltigen leckeren Schnittchen und den guten Weinen stärken, die Albert Kretschmer mit seinen Helfern an bunt beleuchteten Ständen anboten. Auch der Bischof , der den vorhergehenden Termin in Hofheim früher verlassen hatte, kam dazu einen Abendimbiss einzunehmen und von den Leckereien zu kosten. Jeden einzelnen Gottesdienstbesucher begrüßte er mit einem Händedruck und freundlichen Worten und nahm sich noch etwa eine Stunde Zeit, um mit den Gemeindemitgliedern ins Gespräch zu kommen. In heiterer und gelassener Stimmung klang dieses Ereignis erst am späten Abend aus.

© Kath.Eppstein 2015