bleibet hier und wachet mit mir- Liturgische Nacht für Jugendliche
Was haben die Ereignisse von Gründonnerstag auf Karfreitag vor fast 2000 Jahren mit meinem Glauben mit meinem Leben zu tun?
Jugendliche des Pastoralen Raumes waren eingeladen, sich dieser Frage auf besondere Weise zu stellen. Ausgerüstet mit Isomatte und Decken trafen wir uns nach der Abendmahlmesse am Gründonnerstag am Pfarrheim in Bremthal.
Nach einem stillen Ankommen in der dunklen Kirche, hörten wir zunächst von Jesus und den Jüngern im Garten Gethsemane. Diese Erzählung führte uns im Altarraum zusammen, wo wir im Schatten des Kreuzes zu insgesamt acht Stationen aufbrachen. So wurde der Weg Jesu mit unserem eigenen Glaubens- und Lebensweg verbunden.
Jede Station in dieser Nacht folgte der gleichen Gliederung:
Bibeltext
Lied
Meditativer Impuls
Kreative Aktion
Austausch
Die vierte Station, welche überschrieben war mit "Kreuzweg/Lebensweg", war für alle Beteiligten besonders eindrucksvoll und sollte uns nun nach draußen in die Nacht führen. Am Bremthaler Dorfplatz versammelten wir uns um das Labyrinth, welches dort in den Boden eingelassen ist. Dieses wurde nun mit ca. 200 Teelichtern in Bechern zu einem eindrucksvollen Kerzenlabyrinth, das zur Meditation und zur Gebetstille einlud. Aus Isomatten, Decken und Schlafsäcken entstand ein kleines Lager rund um unser Labyrinth, da von den Jugendlichen der Wunsch geäußert wurde noch ein Weile dort zu bleiben.
So führte unser Weg Station für Station nun nach Golgotha und wir hörten Jesu letzte Worte am Kreuz. Während die Jugendlichen mit Ihren Isomatten flach auf dem Boden der Kirche lagen, wurden die 200 Kerzen die (vom Labyrinth mitgebracht) den Kirchenraum erleuchteten, nun ausgelöscht.
In dieser Dunkelheit die Nachricht von Jesu Tod.
Eine persönliche Gebetszeit in Stille schloß sich an, die in ein gemeinsam gesprochenes Gebet mündete.
An der achten und letzten Station unseres Weges, wagten wir einen vorsichtigen Blick Richtung Ostern. Das Lied "Im Ende ist Anfang" erzählt davon, dass der Tod nicht das letzte Wort haben wird und bereits am Horizont der Ostermorgen anbricht. Hier waren die Jugenlichen eingeladen, sich auf die Suche zu machen nach aufbrechendem neuen Leben, nach Auferstehungssymbolen. Dieses wurden abschließend, wie alle Symbole der einzelnen Stationen am Kreuz abgelegt.
Im Morgengrauen gegen 5. 00 Uhr früh beendeten wir unsere Liturgische Nacht mit einer Betrachtung des Bildes, welches im Laufe der Nacht am Kreuz entstanden war und mit einem gemeinsamen gebeteten Vater Unser.



