Gemeinsam singen und beten, im Zuhören Einkehr halten – dazu waren die Besucher des Abendgebetes am Sonntagnachmittag in die Gemeinde St. Margareta nach Bremthal eingeladen.
Unter der Leitung von Birgit Piotrowski boten die Musikgruppe Mayim, das Vokalensemble St. Margareta und Instrumentalisten ein vielseitiges musikalisches Programm, das durch die abschnittsweise in den Verlauf eingebettete Frage, wofür stehen die Farben des Himmels in unserem Leben, durch einen Text zu Psalm 23, Fürbitten und Gebet erweitert wurden. Eine abwechslungsreiche Besetzung der Soloinstrumente Cello, Klarinette, Querflöte, das Einflechten von Sologesang (Sopran und Bariton) in fünf Choräle des „Neuen Geistlichen Liedes“, die rein instrumental gehaltenen Musikstücke von Astor Piazzolla, einem Argentinischen Komponisten des zwanzigsten Jahrhunderts, das Erklingen dreier Kompositionen für vierstimmigen Frauenchor aus dem 16. und 17. Jahrhundert von Bach, Schubert und Hans Leo Haßler durch das Vokalensemble, schuf mit viel Engagement der Beteiligten einen farbigen, musikalisch feinfühligen und textlich besinnungsreichen Bogen, der sich von Beginn des Abendgebetes bis zum Ende spannte. Der meditative Charakter gab dem Nachdenken Raum und passte sich dem Anliegen der Fastenzeit an, innere Ruhe zu finden. Die Freude am gemeinsamen Musizieren wurde spürbar und begeisterte die Zuhörer während der eineinhalb stündigen Aufführung immer wieder.
Der fließende, klanglich weiche Charakter der Klavierbegleitung von Vera Bennauer, die mit viel Musikalität die an sie gestellten klaviertechnischen Aufgaben meisterte, wurde von den Sängerinnen und Sängern der Musikgruppe Mayim, den Sängerinnen des Vokalensembles und nicht zuletzt auch in einem wunderbar warm, ruhig und rund klingenden Celloton des jungen Cellisten Yasutaro Geiger und einer von Birgit Piotrowski im Ton verhalten, sehr einfühlsam geblasenen Querflöte aufgenommen und zu einem homogenen Gesamtklang von Instrument und Stimmen verbunden, der im Besonderen in den hohen Tonlagen seine Klarheit und Wärme behielt.
Belohnt wurden dann auch die Mitwirkenden von den Zuhören am Ende des Abendgebetes mit anhaltendem, wohlverdientem Applaus.
Monika Sauer-Zachäus