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St.Laurentius Eppstein

Mausohrfledermäuse in St. Laurentius

Eppsteiner Kirche als „fledermausfreundliches Haus“ ausgezeichnet
Heimat für Maus- und Langohren: Die katholische Kirche St. Laurentius in Eppstein wurde vom Naturschutzbund (NABU) und dem Umweltamt des Main-Taunus-Kreises als „fledermausfreundliches Haus“ ausgezeichnet. Das teilt der Erste Kreisbeigeordnete Hans-Jürgen Hielscher mit. Die Kirche ist das einzige bekannte Quartier der seltenen Mausohrfledermaus im Kreis. Außerdem beherbergt sie eine kleine Kolonie von Langohrfledermäusen. Um den Fledermäusen ihren Wohnsitz noch schmackhafter zu machen, habe der Eppsteiner NABU einen neuen Einflug – ein Loch in einem der Dachfenster – geschaffen, so Hielscher. Die Auszeichnung nahm Pfarrer Fritz Bischoff für die Kirchengemeinde entgegen. Das Mausohr galt im MTK als ausgestorben, bis die Naturschutzbehörde 2007 Spuren der seltenen Fledermäuse auf dem Dachboden von St. Laurentius fand. Bei der Untersuchung wurde auch eine kleine Kolonie von Langohrfledermäusen entdeckt, deren Mitglieder ihre Jungen jedes Jahr in einer Spalte unter dem Dach auf die Welt bringen. „Wir hoffen, die Attraktivität der Kirche mit dem neuen Einflug für Fledermäuse noch zu erhöhen“, erklärt Hielscher.
Die Naturschutzbehörde wacht zusammen mit dem NABU Eppstein über die künftige Entwicklung des Quartiers. Schäden der Bausubstanz durch die Tiere könnten ausgeschlossen werden, hält Michael Orf vom Umweltamt fest. Fledermäuse nagten weder an der Isolierung, noch richteten sie irgendwelche Schäden an den Kirchen an. Der wenige im Jahresverlauf anfallende Kot könne bequem zusammengefegt werden und nütze im Vorgarten noch als Blumendünger.Das Projekt „fledermausfreundliches Haus“ wurde vor zwei Jahren vom Land Hessen und dem NABU ins Leben gerufen. Mittlerweile wurden hessenweit über 360 Häuser ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird an Hausbesitzer verliehen, die schon bestehende Fledermausquartiere an ihrem Haus fördern oder neue Quartiermöglichkeiten schaffen. Im Main-Taunus-Kreis wurden vom NABU in Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde bislang sechs Häuser ausgezeichnet, fünf Hausquartiere der Zwergfledermaus sowie die katholische Kirche in Altenhain.
Für ihr Engagement erhalten aktive Eigentümer, Mieter oder Gemeinden eine Plakette, eine Urkunde und ein Fachbuch für Fledermäuse. Es werden weitere Bewerber gesucht, die entweder bereits Fledermäuse unter dem Dach haben, oder bereit sind, an ihrem Haus Fledermausquartiere zu schaffen. Weitere Informationen gibt es bei Michael Orf von der Unteren Naturschutzbehörde in Hofheim (Tel.: 06192-201 1540, Email:michael.orf@mtk.org) oder dem NABU (www.nabu-hessen.de).
(Pressemitteilung des MTK)