
Die enge Verbundenheit zwischen der Kath. Kirchengemeinde und der kommunalen Gemeinde, mit all den örtlichen Vereinen, lies schon früh den Gedanken im Pfarrgemeinderat reifen, sich mit den beiden im Jahre 2008 anstehenden Jubiläen „25 Jahre Gemeindezentrum“ und „80 Jahre St. Michaelskirche“ in die 775-Jahr-Feierlichkeiten des Stadtteils Niederjosbach einzureihen. In zahlreichen Artikeln wurde von den lokalen Medien ausführlich berichtet.
Anlässlich des Pfarrfestes, das traditionell nach der Fronleichnamsprozession im Gemeindezentrum gefeiert wird, gab es bereits am 24.Mai mit einer kleinen Ausstellung und Redebeiträgen einen dankbaren Rückblick auf den Bau und die Einweihung des Gemeindezentrums vor 25 Jahren. Es ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil des Gemeindelebens, sowohl für Niederjosbach als auch für den pastoralen Raum Eppstein. Das Fest nahm der PGR-Vorsitzende Winfried Heinz auch zum Anlass, den 25-jährigen Dienst des Kirchenchorleiters und des Organisten sowie die langjährige Tätigkeit der Küsterin zu würdigen und allen herzlich für Ihre engagierte Tätigkeit zu danken.

Das Kirchweihfest am 19.Oktober war für den PGR ein geeigneter Termin, um den 80-jährigen „Geburtstag“ der St. Michaelskirche gebührend zu feiern. Die jetzige Kirche wurde von den Frankfurter Architekten Christoph und Hans Rummel geplant und am 18. November 1928 nach weniger als einem Jahr Bauzeit eingeweiht. Mit einem gut besuchten festlichen Gottesdienst, den der Kirchenchor mit der neu einstudierten lateinischen Messe „messe bréve“ des französischen Komponisten Léo Delibes (1836-1891) mit gestaltete, wurde der Festtag eröffnet, der sich im Gemeindezentrum mit gutem Essen und Trinken und danach mit einem Festakt fortsetzte. Der PGR-Vorsitzende brachte in seiner Begrüßung die Freude über das große Interesse an den Ausstellungen „Bau und Entwicklung der St. Michaelskirche“ die Präsentation der jungen Künstler „Kinder und Kultur“, den Besuch der Vertreter der örtlichen Vereine und der benachbarten Kirchengemeinden zum Ausdruck. Zu sehen waren u.a. ein neugotischer Flügelaltar, der bis 1928 in der Vorgängerkapelle stand, alte liturgische Gewänder und sakrale Gebrauchsgegenstände, sowie eine Vielzahl von Dokumenten und Bildern aus mehr als 80 Jahren gemeindlicher Kirchengeschichte. Professor Alois Ickstadt ging in seinem bedeutsamen und aufmerksam verfolgtem historischen Vortrag auf die Bedeutung der Kirche in Niederjosbach, die Baugeschichte untermalt mit Dokumenten, die große Opferbereitschaft mit hohen finanziellen Belastungen des ganzen Ortes ein.
Die Down-Town-Jazz-Band begeisterte gegen Abend die Besucher des Jubiläumsfestes mit einem zweistündigen Konzert, das mit viel Applaus bedacht wurde.
Allen die mit geholfen haben, dass die Feste zu einem großen Erfolg geworden sind, sei ein herzliches Dankeschön gesagt. Besondere Anerkennung findet der engagierte Einsatz des PGR-Vorsitzenden Winfried Heinz, sowohl bei der Einrichtung der Ausstellung als auch bei der Ausrichtung der Feste.
Josef Bähner
von Andreas Wiezorek





