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St.Laurentius Eppstein

Berichte von den Freizeiten

Bericht aus dem Zeltlager 2011: "Alice im Wunderland"

„Wir sind im Wunderland, wir sind im Wunderland, wir sind im Zela-Wunderland!“ schallt es diesen Sommer am Lagerfeuer des 10-tägigen Zeltlagers der katholischen Kirchengemeinde Eppsteins. Eine Wiese im Westerwald wurde von Gemeindereferentin Eva Kremer zusammen mit 13 ehrenamtlichen Betreuern und einigen engagierten Helfern innerhalb einer Woche in das Land aus Lewis Carrolls berühmter Geschichte verwandelt.
Seit am 25. Juli die 32 Kinder einem dauerhaft verspäteten weißen Kaninchen hinterhergejagt sind und hinter Alice durch den Kaninchenbau ins Wunderland gekrochen sind, treffen sie immer wieder auf äußerst merkwürdige Gestalten.
Ein verrückter Hutmacher trinkt mit seinem Faselhasen halbierte Tassen Tee und feiert mit den Kindern an einer langen Tafel ihren Nicht-Geburtstag: Die selbstbemalte Bannerfahne weht im Wind, es gibt eine Tanzperformance, Iss-Mich-Törtchen und Trink-Mich-Spritzen mit denen man allerhand Unsinn anstellen kann. Sonst werden tagsüber im Wunderland Kaleidoskope und Uhren gebastelt, T-Shirts bemalt oder gebatikt und Geländespiele in gemischten Kleingruppen veranstaltet. Außerdem gibt es ein großes Fußballturnier und eine Modenschau mit selbst designten Kleidern. Die Kinderzelte werden von ihren Bewohnern mit Wäscheleinen, Kühlschränken, Bänken, Tischen, Schuhregalen und sogar einem Sonnensegel ausgestattet, sodass es sich dort prima drin wohnen lässt. Für Sauberkeit sorgen neben Waschstelle und Dusche die heißgeliebten Schwimmbadbesuche. Bei Einbruch der Dunkelheit, wenn das
Geschirr vom Abendessen gespült ist und eine Gruppe Kinder Holz für das Feuer vorbereitet hat, treffen sich alle Wunderländler in der Mitte des Lagers zur Abendrunde. Hier hören die Kinder nicht nur die Geschichte von Alices früheren Abenteuern, sondern erleben ein eigenes, das sie durch ihre Phantasie mitgestalten. So kommt Alice zu ihrer Freundin Uschi mit dem flauschigen Geweih und zusammen mit den Kindern überlisten sie die böse Herzkönigin, die eine makabere Vorliebe für abgeschlagene Köpfe hat. Wenn das letzte Lied gesungen und der Lagerruf in den Weiten des Westerwaldes verhallt ist, kriechen die Kinder in ihre Schlafsäcke, nur die Nachtwache bleibt am Feuer sitzen, um das Banner zu bewachen.
Eines Abends kommen zwei merkwürdige Ärzte ans Feuer und erklären die Kinder allesamt für verrückt, die Realität bricht über die Phantasiewelt herein und die Kinder müssen in den Wald flüchten, um wieder ins Wunderland zu gelangen. Dort durchleben sie zahlreiche Mutproben, werden von dem Hutmacher mit stärkendem Tee versorgt und treffen auf die Grinsekatze, deren verschwindender Kopf für erleichtertes Gelächter sorgt. Von diesen Anstrengungen erschöpft und müde, wartet allerdings eine weitere Überraschung in dieser Nacht: die Soldaten der Königin überfallen das Lager, das Banner fällt und die gerade wieder aus ihren Zelten gekrochenen Kinder müssen gegen einen Spielsüchtigen kniffelige Kartenrätsel lösen, um ein Zauberschwert für Alice zu gewinnen und die Bannerfahne zurückzuerobern.
Am letzten Tag findet die Olympiade der Herzkönigin statt. In zahlreichen Einzeldisziplinen, wie beim Flamingokricket, Hundewagenrennen oder im großen Kampf mit dem Jabberwocky treten die Kindergruppen gegen die böse Königin an. Die wiederholten Schummelversuche der Königin werden schließlich von der ziemlich groß gewordenen Alice verurteilt, sie wird disqualifiziert und der König übernimmt Zepter und Sänfte. Gefeiert wird dieser Sieg mit einem fantastischen Abendessen, einem riesengroßen Feuer und den Theatervorstellungen der Olympiadenteilnehmer. So geht auch die schönste Zeit einmal zu Ende, doch diese zehn Tage im Jahr unter freiem Himmel, in denen kein Computer oder MP3-Player allzu schmerzlich vermisst wird, weil man mit Beil und Säge hantieren darf, in denen gelegentliches Heimweh schnell vergessen wird, weil Freunde und Betreuer für Ablenkung sorgen, in denen selbst bei Gewitter und Regengüssen die Laune gut bleibt, weil man zusammen spielt und singt und Geschichten erfindet, Tage wie diese werden sicherlich noch eine Weile in Erinnerung bleiben. Und vielleicht landet auch bald der eine oder andere Brief im Briefkasten und erzählt eine eigene Version unserer erlebten Abenteuer im Zela-Wunderland.


Zeltlager 2010: Auf den Spuren des antiken Griechenlands

Auf den Spuren der griechischen Mythologie, die antike Kultur erforschend und Odysseus'
Abenteuer begleitend, erlebten die Kinder der katholischen Kirchengemeinde Eppstein das
Zeltlager 2010.
Am 2. August trafen die zwischen 8 und 13 Jahre alten aufgeregten TeilnehmerInnen als Metöken (griech.: metoikos, von meta „mit“ und oikos „haus“, also Mitbewohner) in der Polis Zelaitos ein, die von 17 bis 31 Jahre alten GruppenleiterInnen eine Woche lang auf einer bis dahin unberührten Wiese im Westerwald aufgebaut wurde.
Von Hermes empfangen und durch Eres in die tragische Geschichte Trojas eingeführt, leitete Göttin Athene die Kinder über den Lagerplatz:
Angefangen bei Hestia, der Göttin des Herdfeuers, die im Küchenzelt für das leibliche Wohl sorgte,
lernten die Kinder Hephaistos' Feuerstelle, ihre von Eros betreuten Schlafzelte, Poseidons
Duschtempel und Aphrodites Waschaltar, die zur täglichen Zahn- und Körperpflege einluden,
kennen. Dionysos verwaltete den Shop, in dem Getränke und Süßwaren erworben werden konnten
und Pan, der Hirtengott, erklärte den Kindern den Donnerbalken. Artemis verwaltete das Spielezelt,
das in den Mittagspausen für stetige Unterhaltung sorgte und der Göttervater Zeus thronte von Ares
bewacht vor dem Olymp, dem großen Zelt der BetreuerInnen.
In den täglichen Abendrunden begleiteten die Metöken Odysseus auf seiner beschwerlichen Reise
nach Ithaka: während der Nachtwanderung bewiesen sie ihren Mut und besiegten einen einäugigen Zyklopen. Sein Tod erzürnte dessen Vater Poseidon, der ihnen mit Skylla und Charybdis weitere Hindernisse auf der beschwerlichen Reise in den Weg setzte. Doch nachdem die Kinder Odysseus und Herakles bei Hades und Persephone aus der Unterwelt befreit hatten, und der Hexe Zirze entkommen waren, wurden sie von Penelope mit Dudelsackklängen und einem Freudenfeuer empfangen.
Zehn Tage abseits der Zivilisation, ohne Strom, warmes Wasser, Handy, Fernseher und PC-Spielen, lebten die Kinder unter freiem Himmel, bauten mit Säge und Beil ausgestattet ihre eigenen Bänke, Kühlschränke und Wäscheleinen und bastelten antike Schmuckstücke in Hobbygruppen. In gemischten Kleingruppen wurde eine Rallye durchgeführt und die in Togen gekleideten Metöken durchliefen die traditionellen Disziplinen der Olympiade zu Ehren des Gottes Zeus. Um sich von Harz, Dreck und Spinnengebein zu reinigen fuhren die Kinder ins Schwimmbad und flitzen mit viel Schmierseife über die Wasserrutsche. Als das neue Segel mit der Bannerfahne gehisst war, wurde die Polis trotz aufmerksamer und mit getoastetem Brot ausgerüsteten Nachtwache von römischen Göttern überfallen. Die Metöken mussten ihre betreuenden Götter des Olymp aus den Händen der Überfäller befreien und sich so ihr Bannersegel zurückerobern.

Die Götter des Olymp
Abendrunde am Lagerfeuer
Gottesdienst im Lager

Lagercombo 2009

Wild West-Lager 2009

Während des Zeltlagers gibt es als durchtragendes Element die sogenannte Lagercombo. Diese wird während der Abendrunde am Lagerfeuer gesungen. Täglich entstehen zwei neue Strophen, die von den Ereignissen des Tages erzählen. Somit wuchs auch dieses Jahr unsere Combo bis zum Ende des Lagers zu einem Lied, dass unsere tolle Zeit in West Wood Hills zusammenfasst.

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Wochenende in der Lindenmühle 2008

Kinderfreizeit in der Lindenmühle

ODER

„wo ist die Kokosnuß, wo ist die Kokosnuß, wer hat die Kokosnuß geklaut?“

Am 06. Juni haben sich 40 junge Forscher aufgemacht, den „Dschungel“ rund um die Lindenmühle bei Katzenellenbogen zu erkunden.

Ein 17-köpfiges Team hatte diese „Expedition“ vorbereitet.

Nachdem am Freitag, die Fähigkeiten in verschieden Spielen getestet wurden, konnten die Kinder am Samstag in Workshops, ihr Wissen und ihr Fingerspitzengefühl ausbauen.

So wurde die Anatomie von Socken- und Hefeteigschlangen sehr ausführlich untersucht. Stammesmasken und Stammesschmuck kreiert. Nach Dschungel klingende Instrumente hergestellt und getöpfert, getöpfert und noch mehr getöpfert.

Nach einem leckeren Mittagessen, bei dem es das für junge Dschungelforscher absolut typische Gericht „Nudeln mit Bolognese“ gab, starteten alle Kinder zur großen Dschungel- Rallye.

Hier war Köpfchen und Geschicklichkeit gefragt um die einzelnen Stationen zu meistern.

Natürlich haben alle, mittlerweile für Dschungelfragen hochqualifizierten Teilnehmer, mit Erfolg ihr Ziel erreicht.

Mit Grillen, Spiel, Siegerehrung und Dschungelgesängen klang der Tag aus.

An unserem letzten Expeditionstag, feierten wir gemeinsam einen Gottesdienst und
reinigten Forschungsstädten und Expeditionsräume.

Folgende Forschungsergebnisse lassen sich festhalten:

  • Der Stein wog weniger als 1Kg

  • Gift für Blasrohrkügelchen hat eine sehr, sehr auffallende Ähnlichkeit mit gefärbtem Wasser

  • Zucchini ist nicht wirklich eine gerngesehene Alternative zu Maiskolben

  • Kokosnüsse lassen sich am Besten öffnen, wenn man sie auf dem Boden zertrümmert

  • Küchendienst und Stammestanz lassen sich sehr gut miteinander kombinieren

  • Sockenschlangen beißen nicht

  • Junge Forscher brauchen ab 06.30 Uhr keinen Schlaf mehr

  • Der Tisch der zuerst leise ist, bekommt auch zuerst Essen

  • Ein rohes Ei, kann gut verpackt einen Fall aus drei Meter Höhe überleben

  • Wenn man Tische nicht richtig abwischt, freuen sich die Ameisen

  • Regenmacher funktionieren richtig gut, wenn man die Nägel spiralförmig einschlägt

  • Schlangen schmecken lecker, wenn sie aus Hefeteig sind

  • „Coutry Roads“ wird auch im Dschungel gerne gesungen

  • Manchmal lassen Busse lange auf sich warten

Kinderfreizeiten in der Lindenmühle sind Super!!!